Naturfotografie „made“ in Goldenbek

Nach meiner Ausstellung in Bad Schwartau, schließt sich nun direkt eine Ausstellung meiner Bilder im Amt Trave Land in Bad Segeberg an.

Amt Trave-Land
Waldemar-von-Mohl-Straße 10
23795 Bad Segeberg

Gestern habe ich die Bilder gehängt und ab 2. Mai können sie dort kostenlos in den Öffnungszeiten des Amtes angeschaut werden:

Montag
08:30 – 12:00 Uhr

Dienstag
08:30 – 12:00 Uhr

Mittwoch
08:30 – 12:00 Uhr

Donnerstag
08:30 – 12:00 Uhr
14:00 – 18:00 Uhr

Freitag
08:30 – 12:00 Uhr

 

Pfuhlschnepfen, Brachvögel und Küstenseeschwalben

Birding Spots in Nordwest Jüttland II

Ich will gar nicht mehr viel über die verschiedenen Naturräume in Nationalpark Thy erzählen – sie sind sehr unterschiedlich und das macht ihren Reit für erholungsgssuchende Menschen und wildlebende Vögel aus.

Es finden sich Salz- und Süßwasserwatten, Heiden, Sümpfe, Trockenrasen, Dünen, Graudünen, Laub- und Kiefernwälder, Seeen, Fjorde, Röhrichte, Marschen, Bäche, Strände und Wiesen. Alles auf engestem Raum.

Und hier sind einige der gefiederten Bewohner:

 

 

Bartmeisen, Brachvögel und – keine – Kraniche

Birding Spots in Nordwest Jüttland

Anfang August in Jüttland, an der Nordseeküste. Mitten in Dänemarks erstem Nationalpark: Thy

Temperaturen zwischehn 25 und 30°C. Bestes Urlaubswetter. Also an den Strand, baden und faulenzen? Das ist nichts für mich! Baden schon, Fahradfahren auch und natürlich fotografieren. Gerne auch die Vogelwelt. Diese ist mittlerweile mit dem Brutgeschäft durch, füllt sich den Bauch und (zumindet zum Teil) bereitet sich  auf den Vogelzug vor. Aber wo findet man die Watvögel, die Sing- und Greifvögel?

Ager Tange

Im Nordwesten von Jüttland, nördlich des Limfjords gibt es zwei Spots, die mir interessant erschienen. Nördlich von Thyboroen und südlich von Agger liegt die zum Thy Nationalparkt gehörige Halbinsel Agger Tange. Flachwasserseen, Röhricht, Salzwiesen, Sandwatte und Dünen bilden ein interessantes Vogelparadies, dessen Besuch sich in jedem Falle lohnt. In meinem Fall, morgens kurz vor 6:00 Uhr. ;-)

– Bilder folgen –

Bygholmen

Eine weitere schöne Gegend liegt zwischen den Städten Thisted und Fjerritslev an der Kommunalstrasse 11, diekt am nördlichen Limfjord. Die Wiesen, ehemaligen Fjorde und Auen im Bygholm Gebiet sind wunderbar erreichbar und durch einen Naturschutz Fond reich mit Vogeltürmen und Beobachtungshütten ausgestattet.

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Dieser Fond (Aage V. Jessen Fond) zeichnet auch für die Wiedervernässung und Wiederentstehung eines der größten Strandseen in Jüttland verantwortlich. Man hat sehr viel Land in der Nähe von Henne (Kommune Varde) aufgekauft und einen im 19. und 20. Jahrhundert nach und nach  trocken gelegten See, den Filsoe, wieder aufgestaut. Hier ensteht seit 2012 ein ornithologisches Highlight, mitten in einer der wichtigsten Urlaubsregionen.

Zurück nach Bygholmen: Mann kann bequem von Parkplätzen an der Hauptstrasse die Vögel beobachten.

KKiebitze im Anflug auf das sandwatt

Kiebitze im Anflug auf das sandwatt

Wer es etwas ruhiger mag, erreicht nach kurzer Fahrt über kleinste Strassen vorbereitete Verstecke, die in das Röhricht des Sees gebaut wurden. Wirklich wunderbar und einen klare Empfehlung!

 

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Hier sind Begegnungen mit Vögeln der Röhrichte aus nächster Nähe möglich und der Fotograf hat gute Chancen auf schöne Schüsse.

Junge Bartmeise startet aus dem Röhricht

Junge Bartmeise startet aus dem Röhricht

Thy – Kraniche

Die im Logo des Nationalparks Thy vorhandenen Kraniche konnte ich leider nicht beobachten. Die Moore und kleinen Seen im Nationalpark – denen die Brutplätze liegen – sind vom 1. April bis 15. Juli für jegliches Betreten gesperrt und nur von Vogeltürmen einsehbar. Jetzt Anfang August scheinen Jungtiere und Eltern aber bereits abgezogen zu sein. Ich habe einige Plätze, die mir von Einheimischen empfohlen wurden besucht, aber keine Kraniche sehen können.

Ganz aufgegeben habe ich noch nicht….

 

 

Unter Geiern?

Viele Prominente Vögel bei Premiere

Wildvogel ehrt die Premiere von „Unter Geiern“ mit seinem Besuch

Seit einigen Jahren pilgere ich reglmäßig mit der Familie nach Bad Segebeg und huldige einem Sachsen, der den „Wilden Westen“ nie gesehen, aber viel darüber geschrieben hat: Karl May

Die Kiddies finden die Karl May Spiele toll…vor allem der Pferde wegen. Die Erwachsenen gehen natürlich nur zur Begleitung mit…ist ja eher etwas für Kinder, oder? Wenn dann die „Winnetou Melodie“ der Verfilmung aus den hervorragenden Boxen schallt, ist man wieder 5-6 Jahre alt. Man erinnert sich an die ersten Abende an denen man „extra länger aufbleiben“ durfte – Die Winnetou Filme liefen im Fernsehen!

Jedes Jahr stellt sich mit die Frage, ob ich auch zu Winnetou III nach Segeberg gehen würde…ich glaube nicht: Erwachsene weinen doch nicht!  ;-)

Dieses Jahr wird wieder (erst zum dritten Mal und deshalb eine seltene Rarität) „Unter Geiern gegeben. Zum Stück will ich nicht viel berichten. Nur, dass es mittlerweile eine Qualität in technischer Hinsicht erreicht hat, die atemberaubend ist.

Mein Thema ist der eigentlich völlig falsche Titel: Zwar kann man neben einem Weisskopf-Seeadler auch einen Geier im Stück sehen, der eigentliche Star sind jedoch nicht die prominenten Premiere Gäste (Howard Carpendale, Heide Simonis oder Reinhard Meyer), sondern ein Uhu (Bulbo bulbo). Dieser nutzt vor dem Stück die künstlichen Felsen als Ansitz, um von dortauf die Jagd zu gehen.

Uhu jagt 1

Wie man hört soll er auch am Kalkberg nisten. Das ganze müßte also eigentlich „Unter Uhus“ heißen!  ;-)

Uhu jagt 2

Das erste Mal habe ich das Tier  vor 2 Jahren überraschend vor einer Abendvorstellung gesehen. Dieses Jahr tauchte der Vogel sogar am Abend der Premiere auf. Diesmal auch mit Jagdflug an die echten Kalkfelsen, respektive Gibsfelsen.

Uhu jagt 3

Die bereits sehr Zahlreichen Besucher stören die größte noch lebende Eulenart  offenbar nicht. Er scheint zu merken, dass sie ihn überhaupt nicht wahrnehmen….ist vielleicht auch gut so….

PS: Ich kann die aktuelle Inszenierung der Karl May Spiele empfehlen: Nette Unterhaltung für Jung und Alt!  :-)

Bei Bunstpechts unter dem Mittagstisch

Zwischen Hamburg und Bad Oldeloe liegt der 32 ha große Grabauer See, umgeben von Mischwald. Der See ist recht flach (max,2,50) und wurde zur Karpfenzucht genutzt.

Der See wird von der Nordrbeste durchflossen. Hier bestand für kurze Zeit eine Verbindung über die Wasserscheide hinweg zwischen Alster und Beste und dann in die Trave, die im 16. Jahrhundert zum Transport von Waren zwischen Lübeck und Hamburg genutzt wurde. Die Verbindung war 91 Kilometer lang und führte durch 23 Schleusen. Der zu geringe Wasserzufluss führte aber im Jahre 1550, nach nur 31 Jahren der Nutzung, zur Aufgabe des Alster-Beste Kanals

Die Teiche der ehemaligen Fischzucht und extensiv genutzte Wisen schaffen eine für die Fauna sehr attraktive Endmöränen Landschaft. Bei einem Ornithologischen Fotospaziergang mit meinem Freund Holger, stießen wir auf einen Baum mit einer maisonetartigen Doppelbruthöhle eines Buntspechts (Dendrocopos major) mit zwei fast flüggen Jungtieren.

Weiblicher Buntspecht und Jungtier(Dendrocopus major) an der Bruthöhle

Weiblicher Buntspecht und Jungtier(Dendrocopus major) an der Bruthöhle

Die Jungen werden von beiden Elterntieren ständig mit Nahrung angeflogen, so dass wir uns bequem auf die Fotos vorbereiten konnten.

Weiblicher Buntspecht füttert sein Jungtier mit einem Insekt.

Die Jungtiere erinnern mit ihrem roten Stirnfleck des Jugendkleides stark an den Mittelspecht. Sie verlieren diesen Fleck aber als adulte Tiere.

Weiblicher Buntspecht vor der Bruthöhle mit Jungtier.

Weiblicher Buntspecht vor der oberen Bruthöhle mit Jungtier.

Nur der männliche Große Buntspecht hat einen roten Fleck – alledings auf dem Nacken. Das unterscheidet ihn auch vom Weibchen. Der Rücken ist bei beiden schwarz.

Männlicher Buntspecht mit rotem Nackenfleck hat sein Jungtier gefüttert.

Männlicher Buntspecht mit rotem Nackenfleck hat sein Jungtier gefüttert.