Das war 2018

2018 war für mich das Jahr mit meinen ersten Fotoausstellungen in Bad Schwartau und Bad Segeberg und einem Kalender über die Natur in der Gemeinde Pronstorf für 2019. Ein spannendes Jahr.

Für die Natur in Norddeutschland war 2018 ein schwieriges Jahr – die Effekte der fortschreitenden Klimaveränderung wurden durch Extreme bei Niederschlägen und Temperaturen deutlich. Einige Lebewesen – z.B. der Biennfresser – profitieren von diesen Veränderungen, andere haben erhebliche Probleme. Die Kombination des Extremwetters zusammen mit den immer schlechter werdenen Bedingungen durch die intensive Land- und Forstwirtschaft und den Druck durch das veränderte Freizeitverhalten, können viele Arten nicht mehr Stand halten. Selbst ehemalige „Allerweltsarten“ wie Kiebitz, Lerche, Mohnblume oder Kornblume sehen wir immer seltener. Immer mehr Arten finden sich auf roten Listen. Positiv ist sicherlich, dass immer mehr Menschen dies nun doch registrieren – die Berichte und Debatten zum Thema Insektensterben machen es deutlich. Aufgeben gilt daher nicht!! :-)

Ich möchte auch in 2019 wieder die Ästhetik unserer Flora und Fauna zeigen und so einen kleinen Beitrag zur Unterstützung unser Natur beitragen. Freue mich schon auf meine Fototouren in Natur-, Kultur- und Agrarlandschaft. Ich werde neben Schönheiten, dann und wann auch erschreckende und vielleicht unschöne Bilder zeigen.

Auf das wir uns besinnen und der Natur und auch uns selbst eine Chance geben.

Sandregenpfeiffer auf Fanö (DK)

Seeadlerschutz am Warder See

Die Naturschutzarbeit vieler Jahre am Warder See hat sich gelohnt. Der Seeadler am blauen (oder derzeit grauen) Himmel über der Gemeinde Pronstorf ist für die Bevölkerung zur Selbstverständlichkeit geworden. Unten der Weihnachtsmarkt auf Gut Pronstorf, ganz in der Nähe der wunderschönen und 800 Jahre alten Vicelinkirche, oben der beeindruckend Wappenvogel der Bundesrepublik Deutschland. Das war kurz nach Gründung unseres Gemeinwesens gar nicht selbstverständlich. So hatte man, nach Flurbereinigungen und Trockelegungen der 30er Jahre und Einsatz von DDT und anderen Mitteln in der Landwirtschaft in den 60er und 70er Jahren, den Seeadler praktisch aus der norddeutschen Landschaft eliminiert. Also gar nicht so selbstverständlich.

Nun ist er also wieder da und schon kommt die nächste Gefahr auf ihn zu. Engmaschige Planung von Windkraftanlagen an den Rändern des Dichtezentrums für Seeadler um den Plönersee. Neben den bestehenden Anlagen in der Nähe von Reinsbek nun auch bei Garbek, Nehms und Blunk weitere 200m-Masten in Diskussion. Hoffen wir, dass man darüber noch einmal nachdenkt und der Kreis Segeberg die richtigen Entscheidungen trifft.

 

Ja, zu erneuerbaren Energien….

dennoch müssen die neuen Standorte von Windkraftanlagen besser geplant werden.

Zum Schutz von Greifvögeln, wie z.B. dem Seeadler, werden sogenannte „Dichtezentren“ diskutiert und zum Teil wohl schon umgesetzt. Ein solches Dichtezentrum für den Seeadler liegt rund um den Plöner See. Hier sollen keine Winkraftanlagen mehr genehmigt werden. Eine logische Folge, ansonsten könnte man sich das Dichtezentrum auch schenken. Nun ist es aber so, das der Seeadler auch Reviere ausserhalb dieses Dichtezentrums bewohnt. Zum Teile schon sehr viele Jahre.

Ein solches Revier liegt am Wardersee im Kreis Segeberg. Wie man auf meinem Foto erkennen kann, ist mittlerweile im nahegelegenen Kreis Ostholstein (Obernwohlde) ein Windpark gebaut worden. Ein weiterer ist im in der Gemeinde Pronstorf geplant. In Neuengörs / Weede stehen auch schon Anlagen. Fazit: Der Wardersee und seine Seeadler Population ist umzingelt von diesen Anlagen.

Meiner Meinung nach muss dringend das Dichtezentrum des Seeadlers vom Kreis Plön entlang der Trave über Segeberg bis nach Bad Oldesloe erweitert werden. In diesem Bereich gibt es noch weitere Seeadler Reviere, eine Menge Grünland und extensive Wiesen. Auch weitere Species würden durch diese Erweiterung in Folge der Vermeidung von Vogelschlag durch Windkraftanlagen profitieren. So z.B. Rotmilan und Bussard. Beide arten sind durch Windkraft in Deutschland vermutlich stark bedroht.

Also: Windkraft ja! Aber mit Köpfchen!