Foggy Morning

Sonntagmorgen in der Wolkenweher Niederung

Es lohnt sich in jedem Fall, vor Sonnenaufgang aufzustehen und ein Moor oder einen Fluß zu besuchen. Ich wurde an einem Sonntagmorgen mit einem tollen Sonnenaufgang bei starkem Nebel in der Niederung mit schönstem Fotolicht verwöhnt. Das sich dann auch noch die Blaukehlchen (Luscinia svecica) Männchen bei Reviergesang zeigten, machte den Morgen einfach perfekt. Sowohl Blaukehlchen der Subspecies magna (ohne weißen Kehlfleck), als auch solche der hier gewöhnlichen Subspecies cyanecula (mit weißem Kehlfleck) waren zu sehen. Früh aufstehen! Wer schön sehen will, muss leiden.

 

Wolkenweher Niederung im alten Jahr

Endlich!

Nach gefühlt Monaten, endlich weider mehr als 3 Stunden Sonne.

Ich bin mit kleinem Foto Besteck erstmalig seit Wochen wieder von Nütschau kommend in der Wolkenweher Niederung gewesen und habe ein paar Winterbilder des Moores und der sehr nassen Niederung gemacht. Nicht viele Shoots, aber ein paar Impressionen von der Winterlandschaft ohne Schnee und Frost. Nur noch ein paar Tage und dann beginnt das Jubiläumsjahr 2018 für das Naturschutzgebiet Brenner Moor. Am 20. Oktober 2018 wird es 40 Jahre alt. Ich werde mit einem Fotofreund verstärkt das Brenner Moor porträtieren… vielleicht machen wir mehr daraus. Guten Rutsch allen Naturfotografen und Naturfreunden!

Wolkenweher Niederung im Winter.

Im Grund ist jetzt Frühling!

Die Rösing Bachschlucht oder lokal auch als der Grund bekannt, ist im April Heimat zahlreicher Geophyten.

Die Bachschlucht ist FFH Gebiet und seit einigen Jahren in Besitz der Schrobach-Stiftung. Es wird nicht mehr zur Holzgewinnung genutzt. Man überläßt den existierenden Wald den nätürlichen Prozessen und hofft so u.a. auf einen Beitrag zum Fledermausschutz. Das Tal ist von Buchen-Waldmeister, Erlen-Eschen- und Weichholzauenwald und feuchtne Hochstaudenfluren geprägt.

Solange das dichte Blätterdach der großen Bäume jetzt im April noch fehlt, dringen immerhin 50% des Lichtes noch bis zum Boden durch. Das ist die Chance der spezialisierten Pflanzen , die jetzt in wenigen Wochen ihre Jahresenergie tanken und sich um die Bestäubung kümmern: Den Frühblühern oder Geophyten. In Ermangelung von Insekten, die bei niedrigen Temperaturen noch rar sind, erledigen sie das auch noch häufig selbst. Im Sommer kommen dann nur noch  5% der Sonnstrahlen an und beleuchten die Goldenbek spärlich. Dann sind die Frühblüher längst wieder unter die Erde zurück gezogen und warten auf ihre Chance im nächsten Frühjahr.

 

 

Neewark: Ein Besuch in Hamburgs kleinstem „Stadtteil“

Neuwerk Ostvorland mit Ostbarke

Neuwerk Ostvorland mit der Ostbake

Am letzten Maiwochende hat meine Frau mich und meine Töchter (samt Oma und Opa) zum Besuch der hamburgischen Insel Neuwerk, gelegen im südlichen Teil der Helgoländerbucht, eingeladen.

Ich war ohne irgendwelche Vorstellungen angereist und hatte mich für das kleine Fotobesteck entschieden. Die Anreise am frühen Morgen nach Sahlenburg (Ortsteil von Cuxhaven) dauerte, vom Osten Hamburgs aus, mehr als 2 h. Achtung! Man unterschätzt die Strecke (B73) und damit die Reisezeit.

Wir sind dann mit einem Wattführer die 10 KM auf dem Meereboden gelaufen – sollte man einmal gemacht haben. Fotografisch ist sie nicht so interessant. Da lohnt es sich eher am Abend oder Morgen von Neuwerk in das Watt zu laufen und ein paar Fotos zu machen.

Wanderer und Pferdewattwagen im Watt zwischen Sahlenburg und Neuwerk.  (Blick vom Neuwerkerleuchtturm)

Wanderer und Pferdewattwagen im Watt zwischen Sahlenburg und Neuwerk.
 – Blick vom Neuwerkerleuchtturm –

Wer mehr über Neuwerk erfahren möchte, ist bei Wikipedia richtig. Ich gehe hier nicht in die Historie und Details ein, was man aber unbedint einmal tun sollte. Wirklich spannend! ;-)

Ich hatte mich schon auf die Vogelwelt der Insel und des Wattenmeeres gefreut und das „kleine Besteck“ (17-40mm, 300mm mit 1,4x Telek. und 100mm Macro) und zwei Bodies (7D und 6D) eingepackt. Später zeigte sich, dass sich die große „Tüte“ sicher gelohnt hätte. Beim nächsten Mal….

Die letzten Ringelgänse waren noch auf den Wiesen und machten den Wattwagen Pferden das Grünfutter streitig.

Für die Vogelbeobachtung eigenen sich neben dem zu Neuwerk gehörenden Scharhörn (einer vorgelagerten Insel die nur nach Anmeldung bei Vogelwart betreten werden darf) vor allem das nördliche Vorland und vor allem das östliche Vorland.

Nordbake - im nörlichen Vorland

Nordbake – im nörlichen Vorland

Das östliche Vorland gehört zum Kerngebiet des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer und darf ausschließlich auf den markierten Wegen betreten werden. Von dort kann man im Mai mit bloßem Auge, Fernglas oder Spektiv eine ganze Reihe intressanter Beobachtungen machen. Unter anderem eine Kolonie brütender Seeschwalben, Brandenten, diverse Möwen Species und die allgegenwärtigen Austernfischer.

Die beste Zeit um Neuwerk die Tierwelt zu erleben, ist der frühe Morgen. Das ist für die Vogelbeobachtung die ideale Zeit und die Masse Tagestouristen, die mit Schiff und Wattwagen kommen sind noch nicht da. Ich habe vor allem den ruhigen Inselabend genossen, wenn nur noch die Insulaner und die Übernachtungsgäste in den „Heuherbergen“ und wenigen Hotelzimmern auf dem Eiland sind.

Es gibt eine Handvoll Cafes, Restaurants und einen Mini-Kaufmann am Leuchtturm.

Das älteste Gebäude der Freien und Hansestadt Hamburg

Das älteste Gebäude der Freien und Hansestadt Hamburg

Mann muss allerdings unbedingt das Nationalparkhaus und die darin befindliche Ausstellung besuchen, die einem die Landschaft, Geschichte, Tier- und Pflanzenwelt näher bringt. Hier kann man an Freitagabenden (wenn man Glück hat) einen überaus interessanten 3 Teiler des NDR auf der Beamerleinwand sehen.  Diese vor etwa 3 Jahren gedrehte Dokumentarfilm bringt einem die 35 Einwohner von Neuwerk und vor allem ihr so völlig anderes Leben näher – geprägt von denGezeiten und dem Meer, abhängig vom Tourismus und dem gleichzeitigen Erhalt der Natur.

Nicht mehr "Original". Die sturmflut hat sie komplett zerlegt. Der Nachbau durch Spenden finanziert, da Hamburg keine Notwendigkeit sah, die Barke wieder aufzubauen. Auch das Leuchtturm Licht verlischt, da von der Stadt die ca. 1000.-€ nicht mehr bezahlt werden. Für den Schiffsverkehr nicht mehr notwendig...

Nicht mehr „Original“.
Der Sturm Kyrill hat sie komplett zerlegt. Der Nachbau durch Spenden finanziert, da Hamburg keine Notwendigkeit sah, die Bake wieder aufzubauen. Auch das Leuchtturm Licht verlischt, da von der Stadt die ca. 1000.-€ nicht mehr bezahlt werden. Für den Schiffsverkehr nicht mehr notwendig…

Unsere Filmvorführer waren ein sehr sympathisches Paar: Die Vogelwartin von Neuwerk, Imme Schrey und Ihr Partner Werner Flegel, der einen kleinen Laden mit sehr schönen handgemachten Mitbringseln auf Neuwerk betreibt. Selbsthergestellte Textilien mit eigenem Design, Postkarten, Kalender, Konfitüren und polierte Steine. Wer letzteres erstehen möchte, muss feilschen… ;-)

Werner ist St.Pauli Fan mit Dauerkarte und leider seltenen Besuchen am Millerntor. Er ist sowas von Abhängig vom AFM-Radio und sagte mir, ich solle die Kollegen grüßen und sich für die „tollen Übertragungen bedanken“! Was ich hiermit tue!

Wir werden uns zum Fußball  auf St.Pauli verabreden und er begleitet mich als Guide zum Fotografieren auf die Insel Scharhörn. Hoffe wir können auf professionelle Begleitung durch Imme setzen! ;-)

Freue mich schon!

ich werde wiederkommen und diesen Teil von Hamburg und seine Bewohner besuchen.

Wattwagen verlassen die Insel am Abend bei Ebbe.        Ich werde wiederkommen und diesen Teil von Hamburg und seine Bewohner besuchen.

Und immer eine Handbreit Luft unterhalb der Deichkrone! ;-)