Herbstmigration der Graukraniche 2020

Das jahr 2020 hat in der Darß-Zingster Boddenkette zu neuen Rekordzahlen übernachtender Graukraniche auf dem Weg in den Süden gebracht. Bis zu 86.000 Kraniche gleichzeitig am Bodden. Neuer Rekord und wahrscheinlich durch einen Wintereinbruch im Norden und einen Zugstau durch ungünstige Südwestwinde begründet. Kurz nach diesem Höhepunkt war ich am Pramort und konnte diese Bilder der ästhetischen Vögel beim spätabendlichen Einflug zu den Schlafplätzen fotografieren. Dabei habe ich bewußt mit längeren Belichtugszeiten gearbeitet und die Vögel beim Flug mit dem Objektiv verfolgt.

Ach ja: Enten geben im Schwarm auch sehr schöne Motive, findet ihr nicht?

Graukraniche (Grus grus) im Abendeinflug zu den Schlaplätzen am Pramort

Entenschwarm

Graukraniche (Grus grus)

 

Ist das Kunst oder kann das weg: Basstölpel auf Helgoland

Im Mai war ich mit zwei Kollegen von der  GDT (Geselschaft Deutscher (Tier-) Naturfotografen) auf Helgoland. Wir wollten den Lmmenfelsen und die Düne besuchen.

Dabei sind sehr, sehr viele Aufnahmen von Basstölpeln (Morus bassanus, Northern gannet) entstanden, von denen ich Einige hier zeigen möchte. Es sind in diesem Fall nicht die klassischen Tierportraits, sondern sogenannte „Wischer“, die einen weniger beschreibenden Charakter haben. Sie zeigen den Basstölpel als einen Vogel in seinem luftigen Element. Kann das weg…. ;-)

Ich hoffe die Fotografien gefallen Euch , so wie mir… :-)

Mehr vom Basstölpel gibt es irgendwann später.

Eine Anmerkung sei gestattet…

Es ist wirklich erschreckend, was die Tiere für den Nestbau so alles aus dem Meer holen. Wer immer noch glaubt, die Verschnutzung der Meere sei gar nicht so schlimm, der sollte sich die nester der Tölpel auf Helgoland einmal ansehen. Grob geschätzt ist die Hälfte des Nestmaterials aus Kunststoff, vornehmlich Reste von Fishernetzten und Plastikfolien aller Art. Wer es auf Helgoland nicht kapiert, der kapiert es gar nicht mehr…

Foggy Morning

Sonntagmorgen in der Wolkenweher Niederung

Es lohnt sich in jedem Fall, vor Sonnenaufgang aufzustehen und ein Moor oder einen Fluß zu besuchen. Ich wurde an einem Sonntagmorgen mit einem tollen Sonnenaufgang bei starkem Nebel in der Niederung mit schönstem Fotolicht verwöhnt. Das sich dann auch noch die Blaukehlchen (Luscinia svecica) Männchen bei Reviergesang zeigten, machte den Morgen einfach perfekt. Sowohl Blaukehlchen der Subspecies magna (ohne weißen Kehlfleck), als auch solche der hier gewöhnlichen Subspecies cyanecula (mit weißem Kehlfleck) waren zu sehen. Früh aufstehen! Wer schön sehen will, muss leiden.

 

Das war 2018

2018 war für mich das Jahr mit meinen ersten Fotoausstellungen in Bad Schwartau und Bad Segeberg und einem Kalender über die Natur in der Gemeinde Pronstorf für 2019. Ein spannendes Jahr.

Für die Natur in Norddeutschland war 2018 ein schwieriges Jahr – die Effekte der fortschreitenden Klimaveränderung wurden durch Extreme bei Niederschlägen und Temperaturen deutlich. Einige Lebewesen – z.B. der Biennfresser – profitieren von diesen Veränderungen, andere haben erhebliche Probleme. Die Kombination des Extremwetters zusammen mit den immer schlechter werdenen Bedingungen durch die intensive Land- und Forstwirtschaft und den Druck durch das veränderte Freizeitverhalten, können viele Arten nicht mehr Stand halten. Selbst ehemalige „Allerweltsarten“ wie Kiebitz, Lerche, Mohnblume oder Kornblume sehen wir immer seltener. Immer mehr Arten finden sich auf roten Listen. Positiv ist sicherlich, dass immer mehr Menschen dies nun doch registrieren – die Berichte und Debatten zum Thema Insektensterben machen es deutlich. Aufgeben gilt daher nicht!! :-)

Ich möchte auch in 2019 wieder die Ästhetik unserer Flora und Fauna zeigen und so einen kleinen Beitrag zur Unterstützung unser Natur beitragen. Freue mich schon auf meine Fototouren in Natur-, Kultur- und Agrarlandschaft. Ich werde neben Schönheiten, dann und wann auch erschreckende und vielleicht unschöne Bilder zeigen.

Auf das wir uns besinnen und der Natur und auch uns selbst eine Chance geben.

Sandregenpfeiffer auf Fanö (DK)

Seeadlerschutz am Warder See

Die Naturschutzarbeit vieler Jahre am Warder See hat sich gelohnt. Der Seeadler am blauen (oder derzeit grauen) Himmel über der Gemeinde Pronstorf ist für die Bevölkerung zur Selbstverständlichkeit geworden. Unten der Weihnachtsmarkt auf Gut Pronstorf, ganz in der Nähe der wunderschönen und 800 Jahre alten Vicelinkirche, oben der beeindruckend Wappenvogel der Bundesrepublik Deutschland. Das war kurz nach Gründung unseres Gemeinwesens gar nicht selbstverständlich. So hatte man, nach Flurbereinigungen und Trockelegungen der 30er Jahre und Einsatz von DDT und anderen Mitteln in der Landwirtschaft in den 60er und 70er Jahren, den Seeadler praktisch aus der norddeutschen Landschaft eliminiert. Also gar nicht so selbstverständlich.

Nun ist er also wieder da und schon kommt die nächste Gefahr auf ihn zu. Engmaschige Planung von Windkraftanlagen an den Rändern des Dichtezentrums für Seeadler um den Plönersee. Neben den bestehenden Anlagen in der Nähe von Reinsbek nun auch bei Garbek, Nehms und Blunk weitere 200m-Masten in Diskussion. Hoffen wir, dass man darüber noch einmal nachdenkt und der Kreis Segeberg die richtigen Entscheidungen trifft.